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Thema
Weltpremiere: Die ersten Fair Trade-Reisen kommen in der Schweiz auf den Markt
Die Veranstalter Reise Service Imagine und Kuoni Reisen AG stellen den Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten heute die ersten fair gehandelten Reiseangebote vor. So entpuppt sich der Tourismus als Pionierbereich: Erstmals in der fast 50-jährigen Geschichte der globalen Fair Trade-Bewegung gelingt es, Dienstleistungen im internationalen Handel umfassend nach den bewährten Verfahren des Fairen Handels zu zertifizieren.
Zürich, 28.10.2010 Die wichtigsten Bestandteile der Reisangebote – Reiseveranstaltung, Transport, Unterkunft und Aktivitäten vor Ort – und die wichtigsten Vertragsbeziehungen in der Wertschöpfungskette vom Reiseveranstalter in der Schweiz bis zu Hotel und Ausflügen wurden auf die Einhaltung der Standards und Kriterien des Fairen Handels überprüft[1]. Das Vorgehen wurde von Fair Trade in Tourism South Africa (FTTSA), dem weltweit ersten landesspezifischen Zertifizierungsprogramm für Fairen Handel im Tourismus, entwickelt und vom internationalen Dachverband Fairtrade Labelling Organizations International (FLO) offiziell unterstützt. Es ist die erste Initiative im Fairen Handel, bei der Standardsetting und Verfahren der Fair Trade-Zertifizierung unter der Leitung eines Partners aus dem Süden erfolgen.
Seit Juli 2009 hat FTTSA mit Unterstützung des Schweizer Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) und in Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren aus den Bereichen Fairer Handel und Tourismus – insbesondere dem arbeitskreis tourismus & entwicklung Basel und EED Tourism Watch Bonn sowie den Schweizer Veranstaltern Reise Service Imagine und Kuoni Reisen AG – Grundlagen, Kriterien, Indikatoren und Verfahrensweisen für die Fair Handels-Zertifizierung von Pilotangeboten nach Südafrika erarbeitet. Für die neue Fair Trade Travel-Zertifizierung wurden Unternehmen in der Wertschöpfungskette, insbesondere die Reiseveranstalter in der Schweiz und in Südafrika, auf die Einhaltung von Fair Trade-Standards sowohl in ihren Unternehmen als auch in den Handelsbeziehungen zu ihren Partnern überprüft.
Von Fair Trade Travel (FTT) werden Inhaber und Beschäftigte von Tourismusunternehmen in Südafrika profitieren, denn das Konzept erfordert langfristige Geschäftsbeziehungen, volle Vorauszahlungen und verbindliche Vereinbarungen im Falle von Annullierungen. Ein zusätzlicher Betrag – die so genannte Fair Trade-Prämie – fliesst direkt in einen zentralen Fonds und wird von einem Gremium für Entwicklungsprojekte in ganz Südafrika eingesetzt.
Im Rahmen des Fair Trade Travel-Verfahrens wird auch überprüft, ob den Anbietern in der Destination faire Preise bezahlt werden und ob die vertraglichen Vereinbarungen fair sind und eingehalten werden. Dadurch wird sichergestellt, dass das Geschäft insbesondere für kleine und neue Dienstleister im Tourismus fair abläuft.
Für die Schweizer Öffentlichkeit mit dem weltweit höchsten pro Kopf-Verbrauch von Fairtrade-Produkten (von Max Havelaar) bietet dies die Möglichkeit, ihre ethischen Kaufentscheidungen über Alltagsprodukte wie Kaffee, Tee und Obst hinaus auch auf Urlaubsreisen auszuweiten, die Menschen im Süden ein besseres Leben garantieren.
Umfassende Informationen zur Medienkonferenz vom 28.10.2010 finden Sie unter:
www.fairunterwegs.org/aktuell/aktionen/erste-fair-trade-reisen.html
Kontaktpersonen für weitere Informationen:
Fair Trade in Tourism South Africa: Jennifer Seif
jennifer@ich-will-keinen-spamfairtourismsa.org.za, www.fairtourismsa.org.za
arbeitskreis tourismus & entwicklung: Christine Plüss
christine.pluess@ich-will-keinen-spamakte.ch, www.fairunterwegs.org
Reise Service Imagine: Heinz Hirter
imagine@ich-will-keinen-spamreiseservice.ch, www.reiseberatung.ch
Kuoni Reisen Holding AG: Matthias Leisinger
matthias.leisinger@ich-will-keinen-spamkuoni.ch, www.kuoni.ch
Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft: Hans-Peter Egler
hans-peter.egler@ich-will-keinen-spamseco.admin.ch, www.seco.admin.ch
EED – Tourism Watch: Heinz Fuchs
tourism-watch@ich-will-keinen-spameed.de, www.tourism-watch.de
[1] Bitte beachten Sie, dass die Flüge im Audit nicht enthalten sind – der Kundschaft wird der CO2-Ausstoss transparent gemacht und die Kompensation mit einem bewährten Anbieter (gemäss Gold-Standard) angeboten und empfohlen. Weiter werden Transportdienstleistungen vor Ort im Verlauf des ersten Zertifizierungszeitraums mit einbezogen werden.
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Kategorie: Armut & Milleniumsziele, Brennpunkt Tourismus, Entwicklungspolitik , Ethik im Reiseverhalten, Fairer Handel, Good practice – verschiedene Ansätze, Jung & Fair, Nachhaltige Projekte, Praxisbeispiele, Schweiz


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