Wie Sie ein verantwortliches Angebot finden

Eine wachsende Zahl an Unterkünften, Touren und Aktivitäten wird mit viel Sozial- und Umweltengagement betrieben. Doch oft steht online und in den Prospekten nichts davon. Hier und da findet sich vielleicht ein grünes Bäumchen oder ein anderes schönes Siegel. Ohne Erläuterung hilft das jedoch wenig: Im Tourismus gibt es über hundert Nachhaltigkeitslabels und andere "Marken", mit denen sich die Anbieter schmücken können.

Ihre Reiseplanung wird Mensch und Umwelt am besten gerecht, wenn Sie sich zunächst genau darüber klar werden, was Sie unbedingt wollen und was Sie sich sparen können.

Wirklich sozial- und umweltverträgliche Tourismusunternehmen erkennen Sie an folgenden Merkmalen:

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1. Faire Beziehungen

Die explizite Achtung der Menschenrechte ist das erstes Anzeichen, dass ein Reisebüro oder Tourismusunternehmen sich für faire Beziehungen engagiert. Solche Unternehmen haben den "Code" zum Schutz von Kindern vor kommerzieller sexueller Ausbeutung im Tourismus unterzeichnet und sensibilisieren ihre Kundschaft dafür. Mit besonderen Strategien verhindern sie in ihrem Unternehmen Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Religion, sexueller Orientierung oder ethnischem Hintergrund. Dafür bieten sie Formen des Austauschs mit den Einheimischen in den Destinationen, die deren Würde gewährleisten, und schulen die Reiseleiter entsprechend.  

2. Nutzen für die Einheimischen

Die lokale Bevölkerung erhofft sich vom Tourismus gute Arbeitsstellen mit existenzsichernden Löhnen, Aufträge und Absatzmöglichkeiten für das lokale Gewerbe, Steuereinnahmen sowie die Achtung der Gesetze und die Schonung der Ressourcen. Ein Anbieter, dem das wichtig ist, richtet seine Geschäfte langfristig aus. Seine Angestellten arbeiten schon länger dort, geniessen Förderung und Aufstiegsmöglichkeiten und sind zufrieden – weshalb der Betrieb auch nie bestreikt wird. Das Hotel pflegt ein Netzwerk mit lokalen Dienstleisterinnen und Zulieferern, die dafür qualifiziert werden, sich auch selbst an die Standards im Umgang mit Mensch und Natur zu halten. Lokal sind die Guides, werden die Lebensmittel und Baumaterialien beschafft, die Wäsche gewaschen und Souvenirs hergestellt.  

3. Umweltschutz und Umweltgerechtigkeit

Umweltbewusste Reiseveranstaltende machen es ihren KundInnen leicht, den CO2-Ausstoss der Reise zu kompensieren: Das ist entweder schon im Preis inbegriffen oder kann mit einem einfachen Klick rein- oder rausgerechnet werden.  Sie arbeiten mit Partnern, die gute Sozial- und Umweltstandards einhalten. Solche Partner passen ihr Angebot den Verhältnissen im Urlaubsgebiet an: in Bezug auf Landbedarf und Bau, aber auch den Ressourcenverbrauch generell. Wo Trinkwasser knapp ist, verzichtet die verantwortungsvolle Anbieterin auf üppige Grün- und Poolanlagen, damit für die Einheimischen genug bleibt. Sie lässt die natürliche Umgebung intakt – etwa die Dünen und Mangroven, welche die Küste vor Erosion und das Inland vor Flutwellen schützen. Abwasser und Abfall wird sie erstens vermeiden, zweitens wiederverwerten und drittens fachgerecht in örtlichen oder eigenen Anlagen entsorgen. Durch ein gutes lokales Netzwerk von Zulieferern spart sie unnötige Transporte. In Zusammenarbeit mit Behörden, Einheimischen und der indigenen Bevölkerung engagiert sie sich für den Erhalt der Artenvielfalt. So verzichtet sie auf lärm- und licht- und energieintensive Angebote wie Heliskiing oder Discos in der Nähe von Brutplätzen. Im eigenen Shop werden keine Souvenirs wie Korallen, Horn oder Elfenbein angeboten, die gegen das Artenschutzabkommen verstossen.  

4. Preis und Wert

Ein verantwortliches Angebot braucht nicht überteuert zu sein. Doch lockt ein Schnäppchen zu Bedingungen, die fast zu gut sind, um wahr zu sein, dann bleibt unter dem Strich in der Regel kaum mehr Geld für Umweltschutz und faire Löhne. Billigstangebote unterlaufen die Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit im Tourismus.

5. Transparenz

Ein verantwortungsvolles Tourismusunternehmen weist sein Engagement für Mensch und Umwelt in geeigneter Form schon in der Werbung aus. Den Nachhaltigkeitsreport, in dem vertieft berichtet wird, macht es per Internet oder auf Anfrage einfach zugänglich. Reiseveranstalterinnen und Anbieter leiten Reisende dazu an, wie sie selber zur Schonung der Ressourcen und zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung beitragen können.  

Labelführer

Eine gute Auswahl an Labels finden sie im Labelführer. 

     

Unternehmen

Ein Tourismusunternehmen, das sich Sozial- und Umweltverantwortung auf die Fahne schreibt, sollte mindestens den  Tourism Child Protection Code unterzeichnet haben sowie Klimakompensation standardmässig anbieten.  

Veranstalter

Empfehlenswert sind Veranstalter, die mit dem Label TourCert  ausgezeichnet sind: Sie decken mit ihrem unternehmerischen Engagement die wichtigsten Aspekte zu Sozial- und Umweltverantwortung sowie der Respektierung von Menschenrechten in ihrem Geschäftsbereich ab. 

Fair Trade Tourism

Absolut vorbildlich sind Veranstalter sowie Beherbergungs- und Freizeitunternehmen, die das Fair-Trade-Tourism-Siegel tragen dürfen. Sie haben sich nach strengen Fairhandels-Kriterien zertifizieren lassen, die unter anderem gewährleisten sollen, dass der Tourismus der Lokalbevölkerung auch langfristig nützt. 

Vielen Dank für Ihre Spende!

fairunterwegs.org ist ein einmaliges Angebot. Es lebt von Ihrer Unterstützung.

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Empfehlungen

Angebote: grün und fair – oder nur ungefähr?

Es gibt heute auf allen Kontinenten eine wachsende Nische von Anbietern, die sich für Sozial- und Umweltgerechtigkeit ihrer Unterkünfte und Aktivitäten engagieren. Leider können diese nicht auf einer zentralen Plattform abgerufen werden. Doch mit den fairunterwegs-Kriterien und Ihren Erwartungen im Hinterkopf können sie das richtige Angebot für Ihren Urlaub oder Ihre Reise über nachfolgende Links und Linklisten finden. Wir haben sie ergänzt mit Angaben zu den Verantwortlichen hinter den Initiativen und zu den Werten und Kriterien, die sie nach eigenen Angaben verfolgen. Wie jeweils die Einhaltung der Kriterien überprüft wird – intern oder extern, unabhängig oder nicht –  fragen Sie am besten selbst nach.

Orientierungshilfe im touristischen Labeldschungel

Wer kennt sie nicht, die kleinen grünen Bäumchen auf Reiseausschreibungen, die Kleber mit leuchtenden Sonnen, Fähnchen, Blumen oder Tieren aller Art, die Hoteleingänge, Reisebüros oder Campingplätze zieren? Im Tourismus gibt es neben den traditionellen Sternen und Kochmützen inzwischen über 100 Gütesiegel. Sie zeichnen eine breite Palette von Angeboten – vom Gastrobetrieb über Unterkünfte bis zu Stränden, Naturparks oder ganzen Regionen – nach unterschiedlichsten Gesichtspunkten aus. Meist sind es Massnahmen zum Schutz der Umwelt, auf die sich Anbieter verpflichten und überprüfen lassen, was sie zur Auszeichnung mit dem Label berechtigt. Zunehmend werden auch wirtschaftliche, soziale und kulturelle Aspekte wie faire Arbeitsbedingungen für Beschäftigte im Tourismus oder der Erhalt des kulturellen Erbes in die Anforderungen (Standards) von touristischen Nachhaltigkeitslabels einbezogen. Oft müssen sich Anbieter strengen externen Kontrollen unterziehen, um ein Label zu erhalten. Andere Labels wiederum vergeben sich Anbieter gleich selbst aufgrund simpler Absichtserklärungen. Welche Anforderungen ein Label erfüllt und wie glaubwürdig dies überprüft wird, wird der Reisekundschaft noch kaum transparent offengelegt.

Partner

20 führende touristische Nachhaltigkeitslabels

Labels sollten Ihnen im Prinzip eine Orientierungshilfe bei der Wahl von qualitativ hochstehenden, umwelt- und sozialverantwortlichen Angeboten bieten, die im Tourismus immer mehr gefragt sind. Doch wer kann sich heute im touristischen Labeldschungel noch orientieren?

Deshalb haben wir – arbeitskreis tourismus & entwicklung Basel gemeinsam mit Naturfreunde Internationale Wien, ECOTRANS/Destinet Saarbrücken und EED Tourism Watch Bonn – für Sie rund 20 führende touristische Nachhaltigkeitslabels nach klaren Kriterien ausgewählt. Anhand der Labelanalyse der Experten von ECOTRANS/Destinet stellen wir Ihnen deren Eigenschaften und Qualitätsmerkmale in vergleichbarer Darstellung vor. Das hilft Ihnen, ohne langwierige eigene Recherchen gezielt Urlaubsangebote zu wählen, welche die Menschenrechte respektieren, die Umwelt schonen und den Einheimischen in den besuchten Regionen einen effektiven Nutzen bringen. So leisten Sie bereits beim Buchen einen aktiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Tourismus. 

International

Biosphere Responsible Tourism

Das Zertifikat wird an Beherbergungsbetriebe sowie an Restaurants, Freizeitparks, Golfplätze, Attraktionen und Ausflugsziele, wie z.B. Biosphärenregionen und Städte, in Europa und Lateinamerika vergeben.

Internet
www.biospheretourism.com
Vergabeinstitution
Instituto de Turismo Responsable
Partner
Spanien, Dominikan. Republik, Peru, Chile, Kolumbien, Deutschland, Mexiko, Argentinien, Italien, Luxemburg, São Tomé und Príncipe, Vereinigtes Königreich, Portugal
Geltungsbereich
Deutschland, Großbritannien, Spanien, Portugal, Argentinien, Chile, Dominikanische Republik, Mexiko, Peru
Zertifizierte Betriebe
92
Nachhaltigkeits- bereiche
Umwelt, Soziales, Wirtschaft, Kultur
Transparenz
Standards frei zugänglich
Prüfverfahren
Unabhängige jährliche Prüfung vor Ort
Anerkennung
GSTC anerkannter Standard und GSTC anerkanntes Zertifizierungssystem für Beherbungsbetriebe

Green Globe

Green Globe zertifiziert Betriebe, Konferenzzentren, Hotels, Urlaubsresorts und Attraktionen.

Internet
www.greenglobe.com
Vergabeinstitution
Green Globe
Partner
EVVC, GCB, UNWTO, Skal
Geltungsbereich
International
Zertifizierte Betriebe
540
Nachhaltigkeits- bereiche
Wirtschaft, Umwelt, Kultur, Soziales
Transparenz
Standards frei zugänglich
Prüfverfahren
Unabhängige Prüfung vor Ort alle 2 Jahre
Anerkennung
GSTC anerkannter Standard

Green Key

Green Key ist ein weltweit eingesetztes Umweltzertifikat für Tourismuseinrichtungen, wie z. B. Hotels, Jugendherbergen, Campingplätze, Ferienparks, kleine Unterkünfte, Konferenzzentren, Restaurants und Attraktionen.

Internet
www.greenkey.global
Vergabeinstitution
Foundation of Environmental Education (FEE)
Partner
UNEP, UNESCO, UNWTO
Geltungsbereich
International 53 Länder
Zertifizierte Betriebe
2400
Nachhaltigkeits- bereiche
Umwelt
Transparenz
Standards frei zugänglich
Prüfverfahren
Unabhängige Prüfung vor Ort
Anerkennung
Anerkannter Standard für Hotels und Jugendherbergen

EarthCheck

EarthCheck zertifiziert Hotels, Aktivitäten, Attraktionen, Restaurants, Transport- und Mobilitätsservices sowie Destinationen. Die Standards bieten einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitszugang.

Internet
www.earthcheck.org
Vergabeinstitution
EarthCheck Pty Limited
Partner
Eine Reihe von internationalen Partnern in Forschung, Entwicklung, Schulung und Marketing
Geltungsbereich
International
Zertifizierte Betriebe
Über 1200
Nachhaltigkeits- bereiche
Umwelt, Soziales, Wirtschaft, Kultur
Transparenz
Standards zugänglich nach Zahlung
Prüfverfahren
Unabhängige jährliche Prüfung vor Ort alle 1-2 Jahre
Anerkennung
GSTC anerkannter Standard

Travelife

Das Travelife-Label wird mit jeweils eigenen Standards und Zertifizierungsverfahren an Beherbergungsbetriebe und Reiseunternehmen vergeben. Das Travelife-Zertifizierungsprogramm für Hotels und Beherbergungsbetriebe wird von ABTA betrieben, Travelife für Reiseveranstalter und Reisebüros (Partner, Certified) von ECEAT.

Internet
www.travelife.org
Vergabeinstitution
ABTA Ltd (für Beherbergung), ECEAT (für Reiseunternehmen)
Partner
Über 25 europäische und weltweit operierende Reiseorganisationen
Geltungsbereich
International
Zertifizierte Betriebe
Über 700 Hotels, 220 Reiseunternehmen
Nachhaltigkeits- bereiche
Wirtschaft, Soziales, Umwelt, Kultur
Transparenz
Standard frei zugänglich (für Beherbergung); Standard nicht veröffentlicht (für Reiseunternehmen)
Prüfverfahren
Online-Prüfung der Unterlagen mit einer unabhängigen Prüfung vor Ort alle 2 Jahre
Anerkennung
GSTC anerkannter Standard

Europa

Blaue Schwalbe

Die Blaue Schwalbe war das erste Öko-Label für Unterkünfte. Seit 1989 wird es an ökologisch ausgerichtete Hotels, Pensionen, Gasthöfe und Campingplätze in Europa vergeben. Zertifizierte Unterkünfte finden sich vor allem in Reiseregionen, die auch ohne Privatauto und ohne zu fliegen erreichbar sind.

Internet
www.vertraeglich-reisen.de/bio-urlaub/
Vergabeinstitution
Fairkehr GmbH
Partner
Österreichisches Umweltzeichen für Tourismus, ibex fairstay, Bio Hotels
Geltungsbereich
Österreich, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Irland, Italien, Schweiz
Zertifizierte Betriebe
112
Nachhaltigkeits- bereiche
Wirtschaft, Soziales, Umwelt
Transparenz
Standard teilweise veröffentlicht
Prüfverfahren
Prüfung von Dokumenten am Schreibtisch und unabhängige Prüfung vor Ort (teilweise)
Anerkennung
-

European Ecolabel

Das offizielle Umweltzeichen der Europäischen Union wird im Bereich Tourismus für Beherbergungsbetriebe und Campingplätze vergeben. Die Prüfung der Betriebe und Vergabe des Zertifikates erfolgt durch die nationalen Partnerorganisationen, z.B. Umweltministerien.

Internet
www.ec.europa.eu/environment/ecolabel
Vergabeinstitution
Europäische Kommission
Partner
EU-Mitgliedsstaaten
Geltungsbereich
International
Zertifizierte Betriebe
782
Nachhaltigkeits- bereiche
Umwelt
Transparenz
Standard frei zugänglich
Prüfverfahren
Unabhängige Prüfung vor Ort alle 3-5 Jahre
Anerkennung
-

ibex fairstay (ehemals Steinbock Label)

Das führende Schweizer Gütesiegel für Nachhaltigkeitsmanagement wird an Beherbergungsbetriebe, Heime und Kliniken verliehen und versteht sich als weltweit einzigartige Branchenlösung.

Internet
www.ibexfairstay.ch
Vergabeinstitution
ibex fairstay, unabhängige Prüfinstanz
Partner
Das führende Schweizer Nachhaltigkeitslabel „ibex fairstay“ wird Beher bergungsbetrieben, Kliniken und Gesundheitszentren für Mitarbeitende verliehen und steht für unabhängig geprüfte Qualität.
Geltungsbereich
Schweiz und umliegende Länder
Zertifizierte Betriebe
54
Nachhaltigkeits- bereiche
Management, Ökologie/Umwelt, Regionalität, Soziales, Wirtschaftlichkeit
Transparenz
Standard frei zugänglich
Prüfverfahren
Unabhängige Prüfung vor Ort alle 3 Jahre vor Ort
Anerkennung
-

Nordic Swan

Nordic Swan zeichnet eine breite Palette an Unternehmen aus, darunter Hotels, Restaurants und Konferenz-Einrichtungen.

Internet
www.svanen.se
Vergabeinstitution
Ecolabelling Schweden
Geltungsbereich
Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland, Island
Zertifizierte Betriebe
Ca. 700
Nachhaltigkeits- bereiche
Umwelt
Transparenz
Standard frei zugänglich
Prüfverfahren
Unabhängige Prüfung vor Ort alle 3-4 Jahre
Anerkennung
-

Viabono

Viabono wurde 2001 auf Initiative des deutschen Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes gegründet. Das Zertifikat wird für Hotels, Ferienwohnungen, Tagungshäuser, Campingplätze, Jugendunterkünfte, Restaurants, Pauschal- und Kanuanbieter sowie Naturparke und Tourismuskommunen vergeben.

Internet
www.viabono.de
Vergabeinstitution
Viabono GmbH
Partner
Viabono­Verband mit 18 Mitgliedsorganisationen und 4 unterstützenden Organisationen
Geltungsbereich
Deutschland
Zertifizierte Betriebe
190
Nachhaltigkeits- bereiche
Wirtschaft, Umwelt
Transparenz
Standard frei zugänglich
Prüfverfahren
Prüfung von Dokumenten am Schreibtisch und Selbsterklärung der Anbieter alle 2 Jahre
Anerkennung
-

TourCert

Das TourCert-Siegel wird Reiseveranstaltern, Reisebüros, Beherbergungsbetrieben und Destinationen verliehen. Es gelten jeweils sektorspezifische Anforderungen für Datenerhebung und Zertifizierung. Zertifizierte Unternehmen und Destinationen führen ein CSR-Managementsystem ein. Der „TourCert Check” bietet einen einfachen Einstieg in das System.

Internet
www.tourcert.org
Vergabeinstitution
TourCert gGmbH
Partner
Brot für die Welt – Tourism Watch, HNE Eberswalde, KATE Umwelt und Entwicklung, Naturfreunde Internationale
Geltungsbereich
Deutschland, Österreich, Schweiz und weitere europäische Länder
Zertifizierte Betriebe
91
Nachhaltigkeits- bereiche
Wirtschaft, Umwelt, Kultur, Soziales
Transparenz
Standard frei zugänglich
Prüfverfahren
Unabhängige Prüfung vor Ort alle 2-3 Jahre
Anerkennung
GSTC anerkannter Standard
 
Weitere Informationen

Green Tourism Business Scheme (GTBS)

GTBS ist von allen nationalen Tourismusbüros in Irland und Großbritannien offiziell anerkannt. Es wird in den Stufen Bronze, Silber und Gold an Hotelketten, Managementgruppen und Hotelmarken sowie an grüne Lieferanten, Partner in den Destinationen, lokale Behörden und Agenturen im Vereinten Königreich vergeben.

Internet
www.green-business.co.uk
Vergabeinstitution
Green Tourism
Partner
Shetland Environmental Agency Ltd
Geltungsbereich
Vereintes Königreich, Irland, Kanada, Italien, Zimbabwe
Zertifizierte Betriebe
Über 2000
Nachhaltigkeits- bereiche
Wirtschaft, Soziales, Umwelt
Transparenz
Standard frei zugänglich
Prüfverfahren
Unabhängige Prüfung vor Ort alle 2 Jahre
Anerkennung
-

Legambiente Tourismo

Der Umweltverband Legambiente arbeitet eng mit den italienischen Urlaubsregionen zusammen und stimmt die Kriterien mit diesen ab. Reisende können online die Leistungen der ausgezeichneten Hotels, Campingplätze, Pensionen, Reiseveranstalter und Agrotourismus-Betriebe einsehen.

Internet
www.legambienteturismo.it
Vergabeinstitution
Legambiente Turismo
Partner
Nationale, regionale und lokale Organisationen und Tourismusbehörden
Geltungsbereich
Italien
Zertifizierte Betriebe
300
Nachhaltigkeits- bereiche
Wirtschaft, Umwelt, Soziales
Transparenz
Standard frei zugänglich
Prüfverfahren
Unabhängige jährliche Prüfung vor Ort
Anerkennung
-

Österreichisches Umweltzeichen für Tourismus

Das Österreichische Umweltzeichen war das erste staatliche Ökolabel im Tourismus weltweit. Es wird an Hotels, Restaurants und Pauschalreisean­ gebote vergeben. Seit 2010 werden Green Meetings und Events, seit 2014 Tagungs­ und Eventlokalitäten zertifiziert. Es wird an Beherbergungsbetriebe, Restaurants und Pauschalreiseangebote vergeben.

Internet
www.umweltzeichen.at
Vergabeinstitution
Österreichisches Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW)
Partner
Verein für Konsumenteninformation (VKI)
Geltungsbereich
Österreich, Italien (Südtirol)
Zertifizierte Betriebe
Über 350
Nachhaltigkeits- bereiche
Wirtschaft, Soziales, Umwelt, Kultur
Transparenz
Standard frei zugänglich
Prüfverfahren
Unabhängige Prüfung vor Ort alle 4 Jahre
Anerkennung
GSTC anerkannter Standard

Afrika

Ecotourism Kenya's Eco-rating Scheme

Das kenianische Zertifikat wird in den Kategorien Bronze, Silber und Gold an Hotels, Lodges und Camps vergeben.

Internet
www.ecotourismkenya.org
Vergabeinstitution
Eco Tourism Kenya
Partner
Nationale Partner ( Tourismusministerium, KBS, KECEOBAT, KTF, KTB) und internationale Organisationen (ANVR, IUCN, EAWLS, FECTO)
Geltungsbereich
Kenia
Zertifizierte Betriebe
109
Nachhaltigkeits- bereiche
Soziales, Umwelt
Transparenz
Standards frei zugänglich
Prüfverfahren
nicht unabhängige Prüfung vor Ort alle 2 Jahre
Anerkennung
-

Fair Trade Tourism

Fair Trade Tourism zertifiziert Tourismusprodukte in Südafrika, Madagaskar und Mosambik. Über Gegenseitige Anerkennungsvereinbarungen erkennt es Tourismusunternehmen an, die die jeweils höchste Zertifizierungsebene seiner Parteiorganisationen in weiteren afrikanischen Ländern erlangt haben. Anerkannte Veranstalter bündeln und vermarkten Fair Trade Holiday Reisepaket.

Internet
www.fairtradetourism.org.za
Vergabeinstitution
Fair Trade Tourism (FTT)
Partner
Arbeitskreis Tourismus & Entwicklung, Brot für die Welt – Tourism Watch, Fairtrade Label South Africa
Geltungsbereich
Südafrika, Madagaskar, im südlichen Afrika
Zertifizierte Betriebe
125
Nachhaltigkeits- bereiche
Wirtschaft, Soziales, Umwelt, Kultur
Transparenz
Standard frei zugänglich
Prüfverfahren
Unabhänige Online- und Vorort-Prüfung alle 3 Jahre
Anerkennung
GSTC anerkannter Standard
 
Weitere Informationen

Asien / Pazifik

ECO Certification Program

Das Zertifikat wird an Beherbergungsbetriebe, Touren und Attraktionen verliehen, die von Naturtourismus­Veranstaltern in Australien angeboten werden.

Internet
www.ecotourism.org.au
Vergabeinstitution
Eco Tourism Australia
Geltungsbereich
Australien
Zertifizierte Betriebe
463
Nachhaltigkeits- bereiche
Wirtschaft, Soziales, Umwelt
Transparenz
Standard frei zugänglich
Prüfverfahren
Unabhängige Prüfung vor Ort alle 3 Jahre
Anerkennung
GSTC anerkannter Standard

Green Leaf Foundation

Die Green Leaf Foundation vergibt bis zu fünf „Grüne Blätter“ an Hotels, Spas und Urlaubsresorts.

Internet
www.greenleafthai.org/en/index.php
Vergabeinstitution
Green Leaf Foundation
Partner
Tourism Authority of Thailand, Thai Hotels Association, UNEP u.a.
Geltungsbereich
Thailand
Zertifizierte Betriebe
219
Nachhaltigkeits- bereiche
Umwelt, Soziales, Kultur
Transparenz
Standard teilweise veröffentlicht
Prüfverfahren
Nicht unabhängige Prüfung vor Ort alle 2 Jahre
Anerkennung
-

Lateinamerika

Certification for Sustainable Tourism (CST)

CST wird in fünf Stufen vergeben, vom Einstiegsniveau bis zum Höchstniveau bei Abdeckung der Kriterien in allen Nachhaltigkeitsbereichen. Neben Hotels werden auch örtliche Reiseveranstalter und Autovermietungen ausgezeichnet.

Internet
www.turismo-sostenible.co.cr
Vergabeinstitution
Instituto Costaricense de Turismo (ICT)
Partner
Instituto nacional de acreditación, ICT, UCR, Canatur, INBIO, INCAE, MINAET, UICN
Geltungsbereich
Costa Rica
Zertifizierte Betriebe
346
Nachhaltigkeits- bereiche
Umwelt, Soziales, Wirtschaft
Transparenz
Standard frei zugänglich
Prüfverfahren
unabhängige Prüfung vor Ort
Anerkennung
GSTC anerkannter Standard

Rainforest Alliance Certificate

Rainforest Alliance zertifiziert Hotels, Restaurants and Incoming ­Reiseagen­turen, die an einer Verbesserung ihrer ökologischen, sozialen und wirtschaft­lichen Geschäftspraktiken interessiert sind.

Internet
www.rainforest ­alliance.org/business/tourism/certification
Vergabeinstitution
Rainforest Alliance
Partner
-
Geltungsbereich
Argentinien, Belize, Costa Rica, Dominikanische Republik, Ecuador, Guatemala, Jamaica, Mexiko, Nicaragua, Peru
Zertifizierte Betriebe
57
Nachhaltigkeits- bereiche
Wirtschaft, Umwelt, Soziales, Kultur
Transparenz
Standard frei zugänglich
Prüfverfahren
Unabhängige jährliche Prüfung vor Ort
Anerkennung
GSTC annerkannter Standard

Mobilität & Klimakompensation

Der Tourismus trägt erheblich zur Klimaerwärmung bei. Schon 2008 betrug wissenschaftlichen Studien zufolge der Anteil des Tourismus an den globalen CO2-Emissionen bis zu neun Prozent – heute dürfte die Zahl aufgrund des stetigen Wachstums des Sektors um einiges höher liegen. Der Löwenanteil der tourismusbedingten Emissionen stammt aus dem Flug- und Autoverkehr. Die Beherbergung steuert etwa ein Fünftel bei.

Die Klimaerwärmung, die vom Tourismus mitverursacht wird, bedroht inzwischen direkt beliebte Reisedestinationen wie die Malediven und andere Inselgruppen, die nur knapp über dem allmählich ansteigenden Meeresspiegel liegen. Korallenriffe bleichen aus und ganze Küstenstriche erodieren. Viele Inselstaaten sind stark von den Einkünften aus dem Tourismus abhängig. Ist eine Insel aufgrund von Umweltschäden nicht mehr attraktiv, wenden sich die Reisenden sofort andern Zielen zu. Die Bevölkerung dagegen bleibt zurück und den Schäden ausgeliefert, trägt deren Kosten und muss zudem noch ohne die Einnahmen aus dem Tourismus auskommen.

Klimaschutz ist deshalb auch in der Tourismusbranche ein Thema. Allerdings fehlt es vielerorts weiterhin an konkreten Absichten und Massnahmen zum Klimaschutz. Dringend brauchen wir verbindliche Reduktionsziele für die gesamte Branche, selbstverständlich unter Einbezug des Flugverkehrs, der am meisten zur Klimaerwärmung beiträgt.

Dabei kann Agrotreibstoff keine Lösung sein. Um zum Beispiel den Energiebedarf des weltweiten Flugverkehrs aus dem Jahr 2005 mit Agrotreibstoffen aus der Pflanze Jatropha abzudecken, wäre eine Anbaufläche von 1 Million km2 nötig – was der Grösse von Deutschland, Frankreich, Holland und Belgien zusammen entspricht. Dieser Flächenbedarf würde sich in den nächsten Jahren noch vergrössern, was angesichts des weltweiten Bevölkerungswachstums zu Landkonflikten und Ernährungsengpässen führen könnte. 

Worauf achten beim Buchen?

Sie haben Kataloge studiert, Angebote im Internet geprüft und Vorstellungen über Ihre nächsten Ferien entwickelt. Jetzt geht es ans Buchen.

Wir empfehlen Ihnen, sich im Reisebüro beraten zu lassen, wo ausgewiesene Fachleute auf Ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse eingehen können. Wir haben für Sie zusammengestellt, was Ihr Reisebüro Ihnen bieten sollte, damit Sie möglichst fair unterwegs sein können. 

Sie haben ein verlockendes Angebot im Internet gefunden? Nicht immer ist online buchen so einfach und vorteilhaft wie es aussieht. Wir geben Ihnen Tipps, auf was Sie beim Buchen im Internet achten sollten.

Als Reisende haben Sie Rechte, die sie gegen Leistungsmängel von Reiseveranstaltern oder -vermittlern schützen. Wir haben die grundlegenden Bestimmungen des Reiserechts und des Konsumentenschutzes für Sie zusammengestellt.

Tourismus & Nachhaltigkeit

Vor der Reise

Sie organisieren Ihre Reise selber und suchen am Zielort eine möglichst umweltfreundliche und sozialverantwortliche Unterkunft? Wir zeigen Ihnen, wie Sie solche Angebote am besten erkennen.

Ferienkauf

Holen Sie sich unsere handfesten Tipps. wie Sie bereits beim Buchen Ihrer Reise, die Weichen auf fair stellen können - Augen auf beim Ferienkauf!

Fragen & Antworten

Antworten auf komplexe Fragen zum umwelt- und sozialgerechten Reisen finden Sie unter  

Reisevorbereitung

Wer mehr weiss, hat mehr von seinen Ferien.

Wollen Sie wirklich von einer Touristenattraktion zur nächsten rennen, dauernd auf Achse sein und Sehenswürdigkeiten konsumieren? Oder brauchen Sie ganz einfach Ruhe und Erholung? Oder Zeit für den Austausch mit Menschen aus anderen Kulturen? Oder am liebsten alles zusammen? Nehmen Sie sich Zeit, Ihre eigenen Bedürfnisse und Erwartungen zu überprüfen.

Sie haben Kataloge gewälzt, stundenlang im Internet gesurft und eine Fülle verlockender Bilder und Angebote heruntergeladen, wie sie die Reisewerbung eben braucht, um im harten Konkurrenzkampf ihr „Produkt“ an die Kundschaft zu bringen. Ihr „Ferienparadies“ ist für die Menschen dort zunächst einfach Heimat – oft genug auch harter Alltag. Nichts gegen zauberhafte Ferienwelten, doch wer unterwegs nur die Prospektbilder bestätigt haben möchte, verpasst die Chance des Reisens. 

Länderinfos - Einstimmen aufs Land mit unseren Tipps

Box-Länderinfo

Informieren Sie sich über die Lebensverhältnisse an Ihrem Reiseziel, besorgen Sie sich einen guten Reiseführer, stimmen Sie sich mit Literatur aus Ihrem Gastland auf Ihre Ferien ein, schauen Sie sich nach Konzerten, Kulturveranstaltungen, Solidaritätsorganisationen aus Ihrem Reiseland um – unter Länderinfos haben wir Informationen, Lese- und Kulturtipps sowie Adressen zusammengestellt.

In 7 Schritten fair unterwegs

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Schritt 1: Welchen Urlaub will ich?

Die Versuchung ist gross, aus purem Zeitmangel einfach das nächstbeste Angebot zu schnappen: aus dem Katalog, von Freunden, aus dem Internet... Aber der ökologische Fussabdruck ist am kleinsten, wenn ich nur das buche, was ich wirklich will und brauche. 

Deshalb: kurz zurücklehnen, Bestand aufnehmen: Was könnte mir in diesen Ferien so richtig guttun? Reise ich allein oder mit andern? Will ich wieder mal voll aktiv werden: eher in der Natur oder in einer Stadt? Oder doch lieber Entspannung: Wellness oder die schlichte Kunst des süssen Nichsttuns? Bin ich hungrig nach neuen Eindrücken und suche den Tapetenwechsel? Oder möchte ich mir eine einfach Auszeit gönnen, auch ohne mich allzusehr auf Fremdes einstellen zu müssen. 

Schritt 2: Wie kann ich Vorfreude geniessen?

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich nicht nur planen, sondern mich auch einstimmen auf das, was ich vorhabe. Mit guten Reiseführern oder im Internet profitiere ich von den Erfahrungen anderer, in der Zeitung springen mir Meldungen zu meinem Urlaubsort ins Auge. Vielleicht lese ich einen Roman oder Krimi der mit meinem Reiseland zu tun hat, oder finde grad einen passenden Kinofilm. Ich tausche mich mit meinen FreundInnen aus und lasse mir Tipps geben. 

Schritt 3: Wie komme ich dorthin?

Ich könnte natürlich fliegen. Das wäre am schnellsten, ist aber ungesund und nicht nachhaltig: Fliegen schadet dem Klima, und die Klimaerwärmung zerstört genau die Landschaften und Lebensräume, die ich so attraktiv finde. Plane ich eine Fernreise über 1'000 Kilometer, komme ich vielleicht nicht um einen Flug herum. Aber ansonsten suche ich mir eine Anfahrt mit Zug, Bus und Schiff/Fähre. Und geniesse die Reise als Aufbruch in den Urlaub.

Vor Ort bevorzuge ich Verkehrsmittel mit der kleinsten Umweltwirkung, die auch von Einheimischen genutzt von lokalen Unternehmen angeboten werden.   

Vor der Reise / Mobilität und Klimakompensation

Schritt 4: Wo übernachte ich?

Wo ich übernachte, hängt nicht nur von meinem Budget ab, sondern auch von meinen Bedürfnissen. Die Unterkunft auf einer Velotour sollte mir eine Dusche und eine Velowerkstatt bieten. Beim Wellness-Urlaub ist das Massageangebot entscheidend. Will ich nicht Golf spielen, dann brauche ich sicher kein Hotel mit Golfplatz. Liegt mein Hotel direkt am Strand, brauche ich keinen Pool.Vielleicht finde ich eine gute Pension von Einheimischen, die obendrein noch lokale Spezialitäten bietet. Aber auch, wenn ich mich im All-Inclusive-Resort erholen will, erkundige ich mich über Unterschiede bezüglich Anstellungsbedingungen, Wassersparen oder Abfallbewirtschaftung und entscheide mich für das Angebot mit der besten Sozial- und Umweltwirkung.

Beim Buchen profitiere ich gerne von der Beratung im Reisebüro. Dort kläre ich Fragen zu Anreise und Unterkünften. Ich erwarte auch Informationen zur Sozial-, Umwelt- und Menschenrechtswirkung verschiedener Reisevarianten.

Auf fairunterwegs.org helfen wir bei der Entscheidung:

die fünf fairunterwegs-Kriterien zur Auswahl von Angeboten

der Labelführer

die Empfehlungen

Schritt 5: Was gehört sonst noch zu meiner Reisevorbereitung?

Wäre schon blöd, würde ich erst vor Ort merken, dass mir das Trinkgeld für den Kofferträger fehlt oder ich gegen eine Hepatitis-Ansteckung nicht geschützt bin. Am besten arbeite ich mich durch die fairunterwegs-Rubriken zur Reisevorbereitung, dann kann ich sicher sein, dass nichts Wichtiges vergessen geht. Ausserdem lerne ich ein paar Worte der Landessprache, damit ich gleich mit Einheimischen kommunizieren und dazu lernen kann. 

Vor der Reise / Reisevorbereitung

Schritt 6: Wie kann ich auch vor Ort fair unterwegs sein?

Die fünf Faustregeln habe ich ja schon mit eingepackt. Bei den Fragen & Antworten finde ich die richtigen Tipps, um mich offen, aber nicht naiv auf Land und Leute einzulassen, Fettnäpfchen zu umgehen, das richtige Souvenir auszuwählen und meinen ökologischen Fussabdruck so klein wie möglich zu halten. 

Fair unterwegs / Fragen & Antworten

Schritt 7: Zurück zu Hause - was nun?

Ich komme erfüllt von Erlebnissen nach Hause und schon will mich der Alltag wieder in den Griff nehmen. Aber halt: Ich nehme mir die Zeit, um meinen GastgeberInnen zu danken, meinen neuen Bekanntschaften mitzuteilen, dass ich gut angekommen bin und ihnen die versprochenen Fotos zu schicken. Ich hänge meinen Erinnerungen nach und lasse die Ferienstimmung nachklingen.

Je nach Region und Umständen kommen neben schönen Momenten möglicherweise auch schockierende Ungerechtigkeiten oder Notsituationen hoch und ich habe das Bedürfnis, Betroffene zu unterstützen. Auf fairunterwegs.org finde ich bei den Länderinfos Schweizer Organisationen, die sich in meinem Urlaubsort engagieren. Vielleicht habe ich aber auch vor Ort eine Organisation kennen gelernt, die ich in Zukunft unterstützen werde. Ich lese einen Roman aus dem Urlaubsland und halte mich mit Zeitungen und Internet weiter über die Entwicklungen im Land auf dem Laufenden. Ich entführe hin und wieder meine Sinne dorthin zurück, indem ich Musik höre, ein Konzert besuche oder ein feines Menu des Landes koche, und verlängere so mein Feriengefühl.

Damit ich nicht nach kurzer Zeit wieder ferienreif bin, plane ich Oasen im Alltag: Meine kleine tägliche Auszeit, mein Abend pro Woche, meine vier oder fünf verlängerten Wochenenden im Jahr, an denen ich genau das mache, was mir gut tut, und einen Kontrapunkt zu dem setze, was sonst meinen Alltag ausmacht. Inspiration hole ich mir dafür auf

Auszeit im Alltag

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